Bananenbrot Varianten

oder was man aus überreifem Obst noch leckeres zaubern kann 🍌🌰

Manchmal liegen noch ein paar Bananen in der Obstschale, die eigentlich keiner mehr essen möchte. Dabei sind gerade die richtig reifen Bananen besonders süß und aromatisch.

Also warum nicht einen Kuchen daraus backen? Das Rezept stammt von meiner Schwester in den USA. 🥰

Ein Bananen-Cookiebrot ist eigentlich kein Brot in unserem Sinne, sondern eher ein saftiger Kuchen, ähnlich einem Gewürzkuchen. Durch den schön kross gebackenen Rand hat es aber auch etwas von einem Cookie. Daher der Name.

Zimt, Kardamom, Nelken und etwas Muskat passen wunderbar dazu. Und weil ich noch Pistaziencreme und geröstete Kakaobohnen übrig hatte, durften die diesmal auch mit hinein.

Aber das ist nur eine Möglichkeit. Schau doch mal, was du noch da hast. Vielleicht eine sehr reife Mango, Ananas oder anderes Obst, das langsam verarbeitet werden sollte? Auch bei den Nüssen, Gewürzen und kleinen Extras kannst du nach Lust und Vorrat variieren.

Banana Cookie Cake von Jay T.

Die Zutaten

Für eine Kastenform oder etwa 12 Muffins

Trockene Zutaten

  • 330 g Weizenvollkornmehl (Dinkelmehl geht ebenfalls)
  • 1 TL Natron
  • ½ TL gemahlener Kardamom
  • ¼ TL frisch geriebene Muskatnuss
  • ¼ TL gemahlene Nelken
  • ½ TL Zimt

Feuchte Zutaten

  • 140 g weiche Butter
  • 125 g brauner Zucker
  • 2 große Eier
  • 240 ml Bananenpüree aus etwa 3 sehr reifen Bananen

Außerdem

  • 70 g grob gehackte Walnüsse oder andere Nüsse
  • Nach Belieben geröstete Kakaonibs
  • Etwas Pistaziencreme, Marmelade, Schokolade, Kokos oder was dir sonst noch schmeckt
  • Butter für die Backform
  • Puderzucker mit Zimt und Vanille zum Bestäuben

Und so wird’s gemacht

1. Backofen und Form vorbereiten

Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.

Die Kastenform großzügig mit Butter ausstreichen. Ich verwende grundsätzlich kein Backpapier, wenn es sich vermeiden lässt.

Das spart Einwegmaterial und hat hier einen schönen Nebeneffekt: Durch den direkten Kontakt mit der gebutterten Form bekommt der Kuchen rundherum einen kräftig gebräunten, leicht knusprigen Rand.

Und genau den mögen wir besonders gern!

Übrigens: Nicht jedes Backpapier enthält PFAS. Trotzdem lohnt es sich, auf Beschichtungen zu achten. Und wenn es ohne geht, umso besser.

2. Butter, Zucker und Eier

Die weiche Butter, die Eier und den braunen Zucker nur kurz miteinander verrühren.

Nicht schaumig oder cremig schlagen! Einfach locker vermengen, so wie im Video zu sehen ist.

3. Die Bananen

Die sehr reifen Bananen mit einer Gabel gründlich zerdrücken, bis ein möglichst glattes Püree entstanden ist.

Es sollten keine Bananenklümpchen mehr vorhanden sein!

Die Stückchen bleiben sonst auch nach dem Backen im Kuchen erhalten, und das schmeckt uns nicht besonders.

Das Bananenpüree kurz unter die Butter-Eier-Mischung rühren.

4. Die trockenen Zutaten

Mehl, Natron und die Gewürze in einer zweiten Schüssel miteinander vermischen.

Nun kommt der wichtigste Punkt bei diesem Rezept:

Den Teig nicht wie einen gewöhnlichen Rührkuchen bearbeiten!

Die trockenen Zutaten zur feuchten Masse geben und nur vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.

Keinen Mixer verwenden und nicht kräftig rühren!

Sobald Mehl mit Flüssigkeit vermischt wird, beginnt sich das Klebergerüst zu entwickeln. Je länger und kräftiger man rührt, desto fester kann der Kuchen später werden.

Deshalb nur so lange vermengen, bis keine größeren trockenen Mehlstellen mehr vorhanden sind. Ein paar kleine Klümpchen dürfen bleiben.

Gerade das macht einen Unterschied: Der Kuchen bleibt locker und fluffig, trotz der groben Zutaten.

Zum Schluss die gehackten Nüsse und nach Belieben die Kakaonibs unterheben.

5. Ein kleines Extra in der Mitte

Ich hatte noch Pistaziencreme übrig und habe deshalb etwa die Hälfte des Teiges in die Form gegeben, einige Löffel Creme darauf verteilt und mit dem restlichen Teig bedeckt.

Du kannst aber genauso gut Schokolade, Marmelade oder etwas anderes verwenden. Oder du lässt die Füllung einfach weg.

6. Ab in den Ofen

Bei 175 °C Umluft backen und nach etwa 35 Minuten die erste Holzspießprobe machen.

Je nach Backform, Mehlsorte, Obst und Füllung kann der Kuchen auch länger brauchen.

Bleibt noch roher Teig am Holzspieß hängen, einfach etwas weiterbacken. Bei einer Füllung möglichst daneben prüfen.

Anschließend kurz abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.

Noch etwas Zimt und Vanille zum Schluss

Puderzucker mit etwas Zimt und echter Vanille mischen und über den noch leicht warmen Kuchen sieben.

Wir mögen ihn am liebsten, wenn der Rand noch etwas knuspert und das Innere schön saftig ist.

Dazu eine Tasse Kaffee oder Tee. 🥰

Und was lässt sich noch verändern?

Eigentlich eine ganze Menge!

Ich habe diesmal Weizenvollkornmehl verwendet. Du kannst aber auch Dinkelmehl nehmen. Je nach Mehlsorte verändert sich die Flüssigkeitsaufnahme etwas.

Bei den Früchten darfst du ebenfalls experimentieren. Mango, Ananas oder anderes sehr reifes Obst können dem Kuchen eine ganz neue Geschmacksrichtung geben. Da die Früchte unterschiedlich viel Wasser und Bindung mitbringen, würde ich zunächst nur einen Teil der Bananen ersetzen und schauen, wie sich der Teig verhält.

Auch Nüsse, Kokosraspel, Kakaonibs, Rosinen, Trockenpflaumen oder ein Rest Schokolade lassen sich gut unterbringen.

Es geht schließlich nicht darum, jedes Mal genau denselben Kuchen zu backen, sondern darum, reifes Obst noch sinnvoll und lecker zu verwerten.

Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen!

Wer mag, kann sein Bananen-Muffin noch mit einem cremigen Frosting ergänzen. Und auch hier darf wieder mit den Aromen gespielt werden. 🥰

Bananenbrot Muffin von Jay T.

Ein Bananbrot Muffin mit Marshmellow Füllung und Café Frosting

Die Zutaten für das Frosting:

  • 75 g Doppelrahmfrischkäse
  • 50 g weiche Butter
  • 75 g gesiebter Puderzucker
  • 50 ml Sahne

Und dazu ein Aroma deiner Wahl:

  • Zitrone: etwas frisch abgeriebene Schale und 1–2 TL Zitronensaft
  • Orange: etwas Orangenabrieb und 1–2 TL Orangensaft
  • Kakao: 1–2 TL ungesüßtes Kakaopulver
  • Kaffee: ½–1 TL lösliches Espressopulver, in ganz wenig Wasser aufgelöst und abgekühlt
  • Vanille: etwas echte Vanille oder ¼ TL Vanilleextrakt
  • Lavendelsirup: 1–2 TL von unserem heißgeliebten Lavendelsirup 🌸

So wird’s gemacht:

Den Frischkäse mit dem Handmixer aufschlagen, die weiche Butter dazugeben und zu einer fluffigen Masse rühren.

Den gesiebten Puderzucker nach und nach hinzufügen und die Creme einige Minuten luftig aufschlagen.

Die Sahne in einer zweiten Schüssel steif schlagen und vorsichtig unterheben.

Zum Schluss das gewünschte Aroma einarbeiten. Bei flüssigen Zutaten wie Fruchtsaft oder Lavendelsirup lieber mit wenig beginnen, damit das Frosting schön streichfähig bleibt. Den Sirup kannst du auch mit etwas mehr Puderzucker ausgleichen.

Das Frosting erst auf das vollständig ausgekühlte Cookiebrot streichen. Oder einfach einen Klecks zur Kuchenscheibe servieren – dann bleibt auch der krosse Rand erhalten.

Aufbewahren solltest du ihn im Kühlschrank, damit er frisch bleibt.

Mit Frosting wird es eine echte Verführung…❤️

Und wie immer, die gesetzlich vorgeschrieben Hinweise & AGBs!

12. Haftungsausschluß  Veröffentlichungen & Informationstext

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