Es sind die Dankbaren, die glücklich sind

Du schaltest morgens das Handy, Radio oder den Fernseher ein. Die Wettervorhersage kündigt Dramatisches an, die Nachrichten, was du wissen musst, und die Werbetrends, was du unbedingt kaufen und tun sollst. Ein Klick, ein Scroll – weiter mit fernen Palmen, Politik, Weltuntergang und den guten Wünschen, gut durch die Woche zu kommen.

Ein Tag fängt an.

Mich überfordert das, es gibt nichts, das ich in dem Moment dagegen tun könnte. Vielleicht sitze ich sogar mit meinem Kaffee in der Morgensonne und fühle mich hilflos, hab keine Ahnung, wie das weitergehen soll … Benommenheit macht sich breit, sehr breit.

Der Lotus wächst im Schlamm. Der Grund, in dem seine Wurzeln liegen, ist derselbe, der ihn nährt. Der Staub der Tage legt sich auf seine Blätter, er sieht matt aus. Dann kommt der Regen und nimmt seine Trübe mit – er wehrt nichts ab, er kämpft nicht, er ist einfach so beschaffen. Es ist seine Natur, abperlen zu lassen, was er nicht benötigt, um gut zu gedeihen.

Wir können entscheiden, wohin unsere Gedanken gehen … nicht immer … aber oft. Meine Benommenheit kommt nicht vom Himmel, dem Dampf und Duft meiner Tasse.

Wenn ich also meinen Fokus auf den Morgen richte, erst Energie sammle, die Medien außen vor lasse … dann wird aus der Benommenheit vielleicht Zuversicht, dass dies ein schöner Tag werden könnte.

Zufriedenheit kommt von einem Abend mit guten Gesprächen, von einer Stunde in der Natur, in der niemand etwas von einem will.

Wir sind ein Teil der Natur, und deshalb sollten wir mit ihr leben und nicht nur in ihr. Der Körper, in dem du sitzt, ist ein Wunder. Er schließt Wunden, ohne dass ihm jemand sagt, wie das geht.

Warum wir hier sind, weiß niemand sicher. Vielleicht Glück, vielleicht Bestimmung, vielleicht Karma, vielleicht Zufall. Es spielt keine Rolle, denn wir sind da, und das ist wundervoll.

Wer glaubt, er müsse erst noch repariert werden, ohne zu sehen, dass er bereits richtig ist, sucht immer wieder draußen nach Antworten. Wer weiß, dass er genügt, ist offen für alles andere.

Mich würde interessieren: Was ist deine Ohnmacht?

Plastik war meine große Ohnmacht

Es fängt mit einer Tüte an.

Vor etwa 20 Jahren hatte ich eine Plastiktüte voller Plastiktüten. Niemand legt so etwas bewusst an, es passiert einfach. Irgendwann stand ich davor und habe beschlossen: keine einzige Tüte mehr.

Danach kam eins nach dem anderen. Viel Unverpacktes geht inzwischen auch bei Aldi und Co. Die Verpackung, die nicht sein musste, blieb im Laden.

Von Duschgel, Shampoo und Reinigungsmitteln in Plastikflaschen zu festen Duschbars, Shampoobars und Reinigungspulver. Es gibt etliche Alternativen zu Flaschen, die Hunderte Jahre brauchen, ehe die Natur sie abgebaut hat – Pumpspender aus Glas oder Steingut zum Beispiel. Jede nicht gekaufte Plastikflasche war mein kleiner Triumph – und ich kann doch was ändern … klitzeklein.

Alle vierzehn Tage ein gelber Sack, früher waren es drei. Der Restmüll schwand auf einmal alle vier Wochen.

Ich erzähle das nicht, weil ich prahlen will, sondern weil wir etwas ändern können, egal wie klein unser Dunstkreis auch sein mag.

Auch wenn man denkt, was soll das schon bringen, wenn andere weitermachen wie bisher – aber andere sind nicht alle, und wenige können mehr werden. 2022 kam das Plastiktütenverbot in Deutschland … na geht doch!

Ein Stau besteht aus lauter Menschen, die sich eilen, von A nach B zu kommen, und sich darüber ärgern, nicht voranzukommen. Ja klar, ich auch. Aber sind wir doch ehrlich … wir sind der Stau.

Und vielleicht ist das der eigentliche Lotusgedanke. Denn der Lotus filtert den Teich nicht. Er verändert das Wasser nicht, in dem er steht. Er wächst aus ihm heraus und blüht.

Eine Ameise versetzt keine Berge. Viele schon.

Ein Licht am Horizont – ein Leuchten im Gutspark

Am 19. September stehen wir im Gutspark Großziethen, wenn es dämmert. Kerzen im Glas, ein Kreis, ein Gedanke an den Frieden in der Welt und in uns.

Über vieles muss man erst lange nachdenken, ehe man dafür einsteht. Über Frieden nicht.

BALANCE

Es sind die Tage, in denen Licht und Dunkelheit sich fast die Waage halten, kurz vor der Tagundnachtgleiche. Ein guter Zeitpunkt, um etwas wieder in Balance zu bringen, miteinander zu leuchten für den guten Gedanken Frieden.

Wenn du magst, komm dazu. Es ist genug Platz.

Und wie immer, die gesetzlich vorgeschrieben Hinweise & AGBs!

12. Haftungsausschluß  Veröffentlichungen & Informationstext

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